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Wedding 65 Runners - Berlin
Dr. Torsten , Flüh | http://wedding65runners.jaxblog.de
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LightRun beim 7. Festival of Lights 2011
10/24/2011 6:22 PM

Licht und leicht über den Ku’damm

Wedding 65 Runners machen den LightRun

 

Razzag, Zakarias, Mert Can und Torsten nahmen am LightRun anlässlich des Festivals of Lights teil. Man wundert sich ja in diesem Jahr, dass es am 20. Oktober nur 7° C plus und nicht gleich 7° C minus beim Start um 20:30 Uhr am Neuen Kranzler Eck waren.

 

Der LightRun wurde diesmal trotz Kälte leicht und locker absolviert. Razzag, Zakarias, Mert Can und Torsten hatten die Kurzstrecke über 5km gewählt. 10km wären auch möglich gewesen, aber diesmal wollten alle 5 laufen.

 

Light hat im Englischen bekanntlich die Bedeutung von Licht und leicht. Deshalb passt ein LightRun natürlich besonders zum Festival of Lights. Bei der Startnummern-Ausgabe erhielten alle TeilnehmerInnen und UnterstützerInnen Stäbe, die zu leuchten beginnen, wenn man sie knickt und dann um das Handgelenk oder so zusammensteckt. So konnten die Teilnehmer selbst leuchten.   

 

Das Festival of Lights zeigte den Kurfürstendamm von seiner schönsten Seite. Die ca. 2.000 Teilnehmer am LightRun liefen vom Neuen Kranzler Eck erst einmal den Berliner Boulevard, der in diesem Jahr sein 125-jähriges Bestehen feiert, hinunter bis zum Olivaer Platz. Das war dann aber noch nicht die Hälfte der Strecke.

 

Der Ku’damm war nicht nur am Neuen Kranzler Eck mit dem Hotel Lindner am Ku’damm durch allerhand Lichtinstallationen erleuchtet, sondern auch das KaDeWe und andere Gebäude mehr waren besonders ins Licht gesetzt. Am Start und Ziel selbst waren die Wächter der Zeit des Lichtkünstlers Manfred Kielnhofer aufgestellt.


Foto: Manfred Kielnhofer

Während die Läufer der Wedding 65 Runners die Strecke absolvierten, warteten und fotografierten Samer, Hassan, Hussein, Mahmud, Reza und Afsar das Laufgeschehen. Reza fotografierte ständig die Wächter der Zeit.

 

Eigentlich war das Warten bei der Kälte viel schwieriger als das Laufen. Während die Läufer nämlich zu schwitzen begannen, wurde es den Unterstützern doch ziemlich kalt. Torsten hatte Reza zwar versprochen, dass es nicht so lange dauert und er in ungefähr 15 Minuten wieder zurück ist. Aber das war eher scherzhaft gemeint.

 

An dem Lauf über die Kurzstrecke nahmen 578 Läufer und Läuferinnen teil. 5 Kilometer sind nicht sehr viel. Aber man soll auch diese Strecke schaffen. Alle Läufer der Wedding 65 Runners konnten sich im ersten Viertel platzieren. Bei einer Zeit von 25:00 Minuten kommt sozusagen das Hauptfeld ins Ziel. Die längste Zeit brauchte eine Läuferin mit 39 Minuten und 30 Sekunden.

 

Erster wurde Abdou Oukioud mit 14:25. Das ist aber schon wirklich eine Spitzenzeit. Der aktuelle Weltrekord über 5.000 m liegt bei 12:37,35 min. und wurde bereits 2004 von dem Äthiopier Kenenisa Bekele in Hengelo, Holland, aufgestellt. Er hält auch noch den Weltrekord über 10.000 m mit 26:17,31, den er 2005 in Brüssel lief.

 

Derartige Zeiten können und wollen Zakarias, Razzag, Mert Can und Torsten natürlich gar nicht laufen. Das wäre total unrealistisch. Es kommt vielmehr darauf an, dass man überhaupt läuft, seinen Spaß dabei hat und vielleicht sogar noch für sich selbst eine Bestzeit erreicht.

 

Mert Can kam als 123. insgesamt und in seiner Altersgruppe als 6. mit 25:19 ins Ziel. Razzag und Zakarias schafften fast gleichzeitig Platz 143 und 146 mit 25:29 und 25:31. Sie belegten in ihrer Alterklasse damit die Plätze 7 und 8. Mert Can brauchte also 05:03,8 Minuten für einen Kilometer. Das lässt sich durchaus ausbauen. Regelmäßiges Training kann helfen.


Torsten fand diesmal die Kurzstrecke auch ausreichend und wollte einmal wissen, wie schnell er 5km laufen kann, wenn er keine 10 oder mehr laufen muss. Dann teilt man sich das Tempo etwas anders ein. Er schaffte eine Zeit von 20:50 und brauchte damit 04:10 pro Kilometer. Er belegte damit den Platz 36 insgesamt und wurde 2. in seiner Altersgruppe.


Nach dem Lauf gab es dann noch am Neuen Kranzler Eck ein alkoholfreies Bier. Aber selbst alkoholfreies Bier trinken Razzag, Zakarias und Mert Can nicht. Das ist natürlich sehr lobenswert in einer Zeit, in der alle Leute denken, dass Jugendliche ständig Komasaufen betreiben. Wäre gut gewesen, wenn es neben Bier auch Wasser gegeben hätte.


Torsten konnte dem Alkoholfreien nicht widerstehen, was dann eigentlich etwas blöd auf dem Gruppenfoto aussieht. Peinlich. Samer bat einfach eine Passantin, ein Foto zu machen. Kaum war die Kamera erklärt und auf die Gruppe gerichtet, kam eine Gruppe von Jungen und Mädchen, die einen Bummel über den Boulevard machten, und wollte sich mit uns fotografieren lassen.


Das haben wir natürlich sofort ausgenützt. Jetzt gibt es irgendwo auf der Welt Handyfotos vom Bummel über den Ku’damm mit uns.  

 

Für die Wedding 65 Runners war der LightRun in diesem Jahr der Projektabschluss. Mal sehen, wer im nächsten Jahr wieder dabei sein wird. Es wäre jedenfalls großartig, wenn der DRK-Landesverband das Projekt wieder unterstützen würde. Für dieses Jahr bedanken wir uns bei allen Unterstützern und beim DRK.

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4. Berliner Integrationslauf - Gesundheit durch Ausdauersport
10/10/2011 11:24 PM

4. Berliner Integrationslauf – Gesundheit durch Ausdauersport

Back To The Roots
4. Berliner Integrationslauf in der Hasenheide

Dr. med. Stephan Dupke, selbst langjähriger Marathonläufer, besuchte am 6. Oktober die Wedding 65 Runners im Kreisverband Wedding-Prenzlauer Berg des DRK zu einem Vortrag und Gespräch über Gesundheit durch Ausdauersport.

 

Bereits am 3. Oktober 2011 hatten Samer, Remzi, Hassan, Hussein und Torsten am 4. Berliner Integrationslauf in der Hasenheide teilgenommen. Torsten nahm an der Veranstaltung zum dritten Mal teil, womit er jetzt ziemlich gut integriert sein dürfte.


Beim Lauf durch die Hasenheide, der von der Turngemeinde in Berlin e.V. 1848 und dem Tannenhof Berlin-Brandenburg e.V organisiert wurde, ging es auch zurück zu den Wurzeln des Breitensports überhaupt. Am 18. März 1848 gab es in Berlin eine Revolution. Vier Wochen später am 16. April wurde die Turngemeinde in Berlin e.V. gegründet. Heute ist es der älteste Turnverein in Berlin-Brandenburg. Schon am 19. Juni 1811 eröffnete Friedrich Ludwig Jahn (1778-1852) in der Hasenheide den ersten Turnplatz in Preußen. Vor 200 Jahren wurde damit der Grundstein für den Breitensport in Berlin gelegt. Breitensport ging damals noch anders.

 

Die Hasenheide ist heute ein ausgedehnter Volkspark, der als ein Landschaftsgarten angelegt worden ist. Das war zu Anfang des 19. Jahrhunderts besonders schick. Für einen Wettlauf heutzutage ist es eher schwierig. Man wollte nämlich eine Landschaft mit allen möglichen Elementen wie Bergen, Felsen und Gebirgsbächen schaffen. Doch was für den Spaziergänger der Inbegriff von Naturschönheit war, nervte die Läufer ganz besonders.

 

In einem ca. 8m tiefen Tal floss einstmals wohl ein malerischer Bach. Die Teilnehmer des 4. Berliner Integrationslaufes mussten nun steil hinunter und gleich wieder hinauflaufen. Das lieben Läufer ganz besonders. Man kann kaum bremsen beim Runterlaufen und beim Rauflaufen knallt einem der Anstieg geradewegs ins Gesicht.


Dieses zweifelhafte Vergnügen – die Hasenheide galt früher als Vergnügungspark - bereitete die Strecke jedem Läufer und jeder Läuferin zweimal bei der 5-Kilometer-Strecke und satte viermal beim Hauptlauf über 10 km. Hussein, Hassan und Remzi fluchten und warnten Torsten, als sie nach 5 Kilometern ins Ziel kamen. -  Trotzdem schnitten Hussein und Hassan wieder ziemlich gut in ihrer Altersgruppe (M20) ab. Hussein, dem auch noch das Schuhband aufging, erreichte mit 22:18 den 2. Platz und Hassan schaffte immerhin mit 23:50 noch den 5. Platz. Insgesamt kamen sie als 9. und 15. ins Ziel. Doch auch Remzi konnte sich mit 28:54 noch auf dem 38. Gesamtplatz behaupten und wurde erst im Ziel von einem Schüler im Sprint geschlagen.


Für persönliche Bestzeiten war die Strecke mit dem „schönen“ Tal und harten Biegungen nicht geeignet. Das musste Torsten sofort akzeptiert. Aber vier Runden sind eben vier Runden. Und so konnte Torsten auf der Strecke doch in der dritten und vierten Runde einige Plätze gut machen. Besonders mit zwei anderen Läufern lieferte er sich einen regelrechten Wettkampf. Ein Läufer folgte ihm immer sehr dicht auf den Fersen und ließ ihn die eigentliche Arbeit, nämlich andere zu überholen, verrichten.   


Für das Tal entwickelte Torsten eine eigene Technik. Er bremste beim Bergablaufen leicht ab und gab dann vor dem tiefsten Punkt wieder mehr Gas. Jau! Das funktioniert und bringt konkurrierende Läufer ganz schön aus der Fassung. Am Berg konnte Torsten nämlich seine Gegner richtig satt überholen. So auch in der letzten Runde. Und dann ging es zurück zum Sportplatz der TiB zum Ziel. Einige Haken waren zu schlagen. Kurz vor dem Ziel einen Seitenweg rechts einschlagen. Und …


Torsten verpasste den Seitenweg. Die beiden konkurrierenden Läufer ziehen an ihm vorbei. Schnell kehrt. Verfolgung aufnehmen. 100m vor dem Ziel. 50m vor dem Ziel setzt ein vorher überholter Tannenhof-Läufer in Grün zum Sprint an. Überholt. Torsten fällt 3 Plätze zurück. Das wurmt. – Aber die beiden Läufer, mit denen er sich den härtesten Wettkampf geliefert hatte, reichen ihm im Ziel die Hand. War ein toller Lauf. Altersklasse 4. Platz, Gesamtwertung Männer 32. Platz mit 45:44.

Dr. med. Stephan Dupke kam am 6. Oktober nach der Sprechstunde in seiner Praxis in der Driesener Straße in die Neue Hochstraße 21. Die Wedding 65 Runners waren fast vollständig versammelt. Dr. Dupke betreibt selbst Ausdauersport. Nachdem er verletzungsbedingt, Bänderriss beim Bergwandern, das Laufen aufgeben musste, fährt er Fahrrad. „200 Kilometer in der Woche“, sagte er am Donnerstag.


Warum soll man Ausdauersport machen? Wie soll man sich ernähren? Wie organisiert man seine Zeit, um Sport zu treiben? Dr. Dupke erklärte erstmal ganz einfach den Unterschied, wie er aufgewachsen ist und wie junge Menschen heute leben. Früher hat man sich mehr bewegt. Es gab weniger Fast Food wie McDonald’s. Und man fuhr nicht mit dem Auto zur Schule oder zum Einkaufen.


Vor allem die Ernährungs- und Bewegungsgewohnheiten haben sich in den letzten 10 Jahren geradezu dramatisch verändert. Jugendliche haben heute im Schnitt 10% mehr Gewicht als vor zehn Jahren. Das heißt dann natürlich auch, dass es sehr viel mehr übergewichtige Jugendliche gibt. Das ist nicht nur eine Frage von Schönheit, sondern hat gesundheitliche Folgen. Herz- und Kreislauf-Erkrankungen sowie Gelenkbeschwerden nehmen zu und haben ernsthafte Folge.

 

Als praktizierender Arzt kennt Dr. Dupke viele Gesundheitsprobleme. Als Sportler weiß er, welche Verbesserungen Ausdauersport beim Laufen, Fahrradfahren oder Schwimmen z.B. für das eigene Leben bringen kann. In der Regel reicht es, wenn man dreimal in der Woche 30 bis 45 Minuten läuft oder schwimmt oder Fahrrad fährt. Das ist die Alternative zum Sitzen am PC oder vor dem Fernseher.

 

Ausdauersport kann gegen Stimmungstiefs und sogar Depressionen helfen. Am besten man baut feste Regeln in sein Leben ein. Beispielsweise gleich früh am Morgen nach dem Aufstehen und einem Müsli oder Cornflakes mit Milch loslaufen. In Berlin gibt es sogar in der Spring- und Schwimmhalle im Europasportpark (SSE) Landsberger Allee Spätschwimmen ab 20:00 Uhr für 2,50 €. Statt Couchsitting kann man wenigstens einmal die Woche in der SSE Streckenschwimmen betreiben.

 

Cenk wollte im Gespräch gern wissen, ob Muskelaufbaupräparate helfen und nützlich sind. Dr. med. Stephan Dupke meint, dass Muskeln eher hinderlich beim Laufen sind. Zuviel Masse. Die ganze Nahrungsmittelergänzung ist eine riesige Industrie. Big Business. Diese Industrie prägt unsere Bilder und unsere Vorstellungen, wie wir ohne viel Mühe gut aussehen. Das beeinflusst heute jeden Menschen mehr oder weniger. Aber um Gesundheit geht es dabei nicht. Eigentlich geht es um Abhängigkeiten und Geschäftemachen.

 

Die Wedding 65 Runners waren von dem Gespräch mit Herrn Dr. Dupke beeindruckt. Vielleicht kann man nicht gleich jeden Punkt seiner Ratschläge umsetzen. Aber Herr Dr. Dupke findet nicht, dass Döner ungesund. Wichtig ist nur, dass man sich nicht einseitig ernährt, dass man abwechslungsreich isst, und dass man sich – verdammt noch mal (Torsten) – bewegt. Dann könnte man echt weniger Problem mit der Gesundheit bekommen.

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20. Vattenfall City Nacht - Wedding 65 Runners laufen im Starkregen
8/16/2011 10:10 PM
Starkes Stück auf dem Ku’damm
Nassester Kurfürstendamm seit 100 Jahren über 5 und 10km

Der Ku’damm feiert in diesen Wochen sein 100jähriges Bestehen. Aber so nass wie zur 20. Vattenfall City Nacht am 30. Juli 2011 war er selten. Die Umkleidezelte standen unter Wasser. Streckenweise hatten die Läufer und Läuferinnen das Gefühl, sie müssten nun schwimmen statt laufen.

Von Sprüh- bis Starkregen wechselte das Regenrepertoire am Samstag, den 30. Juli 2011, in ganz Berlin. Damit war es ein eher typischer Tag für diese Sommermonate in Deutschland. Man fragt sich ja langsam, wo denn das ganze Wasser am Himmel her kommt. Hassan, Hussein, Cenk, Kaan, Danjel, Sercan und Torsten sind trotzdem gelaufen.

Samer und Razzag sicherten verletzungsbedingt die Beutel mit den mehr oder weniger trocknen Sachen zum Umziehen. Denn die Umkleidezelte auf der Tauentziehnstraße standen, wie gesagt, unter Wasser. Sie übernahmen auch den Fotoservice für die Läufer.

Natürlich wird man bei einem Wettlauf über eine längere Strecke sowieso nass. Aber dann eher sozusagen von Innen heraus durch das Schwitzen. Bei der diesjährigen Vattenfall City Nacht startete das Läuferfeld bereits bis auf die Knochen durchnässt. Vor allem aber waren die Laufschuhe schon am Start voll Wasser gesogen.

Teamgeist schafft alles. Nur dieser Devise ist es zu verdanken, dass sich die Wedding 65 Runners fast vollzählig im (noch) Sprühregen am DRK-Jugendladen in der Hochstraße trafen. Razzag hatte sich beim Öffnen einer Konservendose am Tag zuvor fast den Daumen abgeschnitten, der sogar genäht werden musste. Dann kann man natürlich nicht laufen. Aber er kam wenigstens, um die anderen Läufer zu unterstützen. Teamgeist.

Auf der Hinfahrt mit U- und S-Bahn wurde noch darüber nachgedacht, wie man seine Kleidung trocken halten könnte. Beim Eintreffen am Breitscheidtplatz regnete es nicht nur, sondern es stürmte auch geradezu, so dass der Regen waagerecht fiel. Nachdem wir unsere weißen Laufshirts für die Veranstaltung abgeholt hatten, sind wir in den Europa Center geflüchtet, um uns umzuziehen.

Ist doch auch logisch, dass man sich vor so einem Lauf, der nur ins Wasser fallen konnte, vorher wenigstens im Trocknen aufhalten will. Kurzzeitig zweifelten wir, ob der Lauf überhaupt gestartet werden würde. Aber das Hauptläuferfeld mit über 7.000 TeilnehmerInnen war bereits seit 2 Wochen ausverkauft. Die Strecke gilt üblicherweise als eine der schnellsten für 10km-Läufe.

Der Kurfürstendamm ist flach und gerade. Es gibt nur wenige Kurven, die zu laufen sind. Deshalb kann man - normalerweise - eine konstante Geschwindigkeit über 5 und 10km laufen. Und das Publikum an der Strecke ist sehr engagiert. Außerdem gibt es mehrere Gruppen, die trommeln, was das Zeug hält. Deshalb sind die Bedingungen erst einmal ziemlich gut. Normalerweise.

Die Strecke führt aber nicht nur über Asphalt, den man ja noch bei starker Nässe ganz gut laufen kann, sondern in der Nestorstraße bei der 10km Strecke auch über Kopfsteinpflaster, das so richtig schön rutschig wird, wenn es nass ist. Und es gibt auf dem Kurfürstendamm und der Kantstraße durch den starken Auto- und Lasterverkehr Stellen, die ausgefahren sind. Sie verwandeln sich bei Starkregen in kleine Seelandschaften.

Hussein, Hassan, Cenk, Kaan und Danjel starteten beim 5km-Fun-Run mit Zeitmessung bereits vor dem Start durch. Sie kamen alle komplett durchnässt, doch irgendwie glücklich mit prima Zeiten ins Ziel.

Cenk und Hussein liefen sogar mit 20:54 unabhängig von einander die gleiche Zeit. Auch Hassan war noch mit 22:06 im vorderen Feld. Er erreichte eine Durchschnitts-Geschwindigkeit von 13,57km in der Stunde. Hussein und Cenk brachten es auf eine Durchschnitts-Geschwindigkeit von 14:35km/h.

Kaan und Danjel liefen mit 29:36 und 29:38 ins Ziel. Samer und Razzag mussten hinter der Absperrung bleiben und konnten die Läufer nur durch das Gitter fotografieren. Sieht dann irgendwie wie im Zoo aus, dient aber der Sicherheit, die ja durchaus wichtig ist. Wahrscheinlich befürchten die Veranstalter, das vom Lauf erhitzte Läufer beißen könnten.

Sercan und Torsten starteten im Starterfeld A des Hauptlaufs über die 10km-Distanz. Unter „normalen“ Umständen wären für beide auch 40 Minuten drin gewesen. Aber es waren keine „normalen“ Umstände – sieh Seenlandschaft.

Bei Temperaturen um die 19° C und einer Luftfeuchtigkeit von 95-100% nahmen sich selbst Spitzenläufer wie Musa Roba-Kinkal von SC Gelnhausen, dem Deutschen Meister über 10.000 m, und Irina Mikitenko etwas zurück. Obwohl sie keine persönlichen Bestzeiten liefen, sind auch trotzdem mit dem Ergebnis zufrieden – 29:44 und 33:15. Immerhin gewannen sie den Lauf in einem internationalen Läuferfeld.

Torsten war klar, dass Sercan schneller sein würde als er selbst. Sercans Vorsprung fiel dann ziemlich deutlich aus: 42:00 min mit 14,29 km/h. Bei längerer Strecke lief er damit ein wenig langsamer als Cenk und Hussein. Torsten kam mit 46:11 ins Ziel bei 12,99 km/h, was nicht wirklich befriedigend war. Am letzten Samstag konnte Torsten seine 10km-Bestzeit auf 41:09 beim Life Run im Plänter Wald verbessern.

Während Sercan und Torsten sich noch auf der Strecke abkämpften und immerhin auf den Plätzen 390 und 915 bei über 7.000 Startern landeten, gab sich Cenk im Europa Center schon hemmungslos dem Vergnügen hin. Eine Junggesellinnen-Gruppe, wie sie in Berlin immer beliebter wird, forderte die zukünftige Braut auf, mit Cenk zu tanzen.

Es muss eine Mordsgaudi gewesen sein. Als Sercan und Torsten am Treffpunkt eintrafen, war der Spaß schon vorbei. Wenigstens gibt es recht aussagekräftige Fotos, die dem Bräutigam wahrscheinlich ewig vorenthalten werden, sollte er den Google-Scan-Dienst nicht irgendwann in Anspruch nehmen.

Wir sind dann noch alle in Moabit zum Essen gegangen, obwohl die meisten doch ziemlich durchnässt waren. Auf jeden Fall war es trotz des hundsmiserablen Wetters oder doch gerade wegen dieses Wetters ein toller Abend.

Torsten Flüh
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12. Berliner Wasserbetriebe Team-Staffellauf - DRK-Teams bei der Schlammschlacht im Tiergarten dabei
8/16/2011 10:10 PM
Schlammschlacht im Tiergarten
DRK-Teams beim 12. Berliner Wasserbetriebe Team-Staffellauf

Von Mittwoch- bis Freitagabend verschonten die Wolkenbrüche den diesjährigen Team-Staffellauf nicht. Ein wenig Schadenfreude, dass es den eigenen Staffellauf am Mittwochabend nicht traf, war vielleicht bei den Donners- und Freitagsstaffeln schon aufgekommen. Doch dann waren am Freitagabend pünktlich um 18:30 Uhr zum Start weite Strecken im Tiergarten gründlich unter Wasser gesetzt.

Freitag, den 24. Juni, war es kühl in Berlin. Einiges sprach dafür, dass es nicht regnen würde. Im Wedding am Treffpunkt, S-Bahnhof-Humboldthain, schien noch die Sonne. Doch dann waren die Wedding 65 Runners gerade aus dem Bahnhof Friedrichstraße auf den Dorothea-Schlegel-Platz getreten, als ein wahres Unwetter losbrach. Das sah nicht gut aus.

Samer, Mert Can, Remzi, Hussein, Hassan und Torsten suchten erst einmal Schutz im Schatten des Presse- und Informationsamtes der Bundesregierung. Das Amt konnte nicht wirklich schützen. Aber im Wind- und Regenschatten ging wenigstens der Schirm nicht gleich kaputt. Auf dem Reichstagufer kam dagegen Passanten der Regen horizontal entgegen.

Hat doch alles keinen Sinn. - Bei dem Wetter kann man gar nicht laufen. - Und meine neuen Laufschuhe! - Hussein und Razzag waren echt besorgt, wie ihre Schuhe nach dem Lauf wohl aussehen werden. Samer ermutigte die Gruppe: "Komm wir müssen weiter." Auch Torsten meinte, dass man wenigstens Herrn Ebbing, der alles organisiert hatte und Bänke und Tische und alles hatte aufbauen lassen, begrüßen müsse.

Währenddessen war der zweite Teil der Wedding 65 Runners im Trocknen mit dem Auto in die Paul-Löbe-Allee gefahren. "Wo bleibt ihr denn?" Muzaffer kämpfte mit einem Busfahrer, der nicht losfahren wollte. Obwohl der Starkregen die Straßen unter Wasser setzte, wollte Muzaffer wenigstens pünktlich zum Start beim DRK-Team sein.

Kurz vor Sechs trafen sich dann die beiden Teile der Wedding 65 Runners an der Paul-Löbe-Allee. Es regnete noch immer. Aber mittlerweile weniger stark. So ganz das ideale Wetter für den Staffellauf war es noch nicht. Also lautete weiterhin die Parole: Herrn Ebbing und die Teamkollegen von den DRK-Staffeln wenigstens begrüßen.

Motivation ist ein Geheimnis. Es ist schon erstaunlich, wie man sich gegenseitig motiviert, wenn es eigentlich schon ganz unwahrscheinlich ist, dass man tatsächlich starten wird. Aber irgendwann waren dann immer mehr Läuferinnen und Läufer unter Schirmen und Regencapes auf dem Weg zum Startgebiet. Remzi bastelte sich sein Regencape aus einer großen Kaufhof-Galeria-Tüte.

Herr Ebbing und seine Helfer vom DRK-Landesverband spannten gerade die DRK-Schirme wieder auf, nachdem der heftigste Regen vorbei war, als die Wedding 65 Runners eintrafen. Das Wetter besserte sich. Aber die Stimmung war trotzdem nicht die beste. Irgendwie war es ein Mechanismus, der den leichten Widerwillen überwand.

In der Hektik, es war mittlerweile schon 5 oder gar 10 Minuten nach Sechs geworden, der Regen ließ nach, der Himmel riss auf, vertauschte Torsten die Startnummern. So dass DRK 1 für DRK 2 lief und umgekehrt. Dabei hatte er natürlich alles richtig machen wollen. Doch die Picknickpakete wurden gleichzeitig verteilt. Und und und ...

"Wo sind die Sicherheitsnadeln für die Startnummern?" "Hast Du Sicherheitsnadeln, Torsten?" "Trinkst Du so was, Torsten." Hassan meinte die Literflasche Rotwein. Schweinewürste gab es auch wieder. Torsten hätte gleich zwei Pakete Landjäger bekommen können, weil Hassan, Hussein, Remzi, Cenk, Can, Razzag, Mert Can, Samer, Muzaffer, Lokman keine Schweinewürste essen. Wäre irgendwann mal nett, wenn sich das der Veranstalter überlegt. Ich hatte bereits letztes Jahr darauf aufmerksam gemacht.

Herr Ebbing und der DRK-Landesverband hatten noch extra Getränke auf Vorrat. Allerdings waren wir nicht so wirklich durstig, nachdem es sich „gut abgekühlt“ hatte und die Luft vom Regen feucht genug war. Ganz zu schweigen von den Wiesen und Wegen, die teilweise unter Wasser standen.

Muzaffer Türk lief bei DRK 4, Paul Besthorn, Wilhelm Ebbing, Randolf Boettcher, Jörn Block mit. Hassan und Hussein El-Issa, auch die schnellen El-Issas genannt, liefen mit Cenk und Can Bilic sowie Torsten als DRK 1. Samer Ahemd, Lokman Firat, Razzag Awad, Remzi Al und Mert Can Körs rannten als DRK 2 durch den Tiergarten. Andreas Bode, Hans-Joachim Fuchs, Milan Zetzsche, Alexander Crasselt und Andre Jetzinger bildeten das Team DRK 3.

Im nächsten Jahr müssen wir nun endlich wieder eine richtige Fahne oder ein anderes Erkennungszeichen mitnehmen. Denn bei der Stabübergabe im Wechselbereich gab es wieder Zeitverlust durch die Suche nach dem nächsten Läufer. Wenn wir uns nicht rechtzeitig auf eine Fahne einigen können, dann nähe ich notfalls eine.

DRK 1 kam mit einer Zeit von 01:56:56 ins Ziel. Das war eine Verbesserung gegenüber dem letzten Jahr von fast 7 Minuten. Da waren es nämlich 02:03:50 gewesen. Und von Platz 825 kam die Staffel diesmal auf Platz 462 in der Gesamtwertung. DRK 3 erreichte Platz 869 mit 02:01:34, DRK 2 Platz 2838 mit 02:18:46, DRK 4 Platz 3127 mit 02:21:34.

Insbesondere auf den Wegen im Tiergarten hatten sich riesigen Pfützen gebildet. Der Schlamm sprang nur so empor. Torsten musste als erster Läufer seinen Lauf nach 5 km fortsetzen, um an der Siegessäule einen Freund zu treffen, der ihn dann zu einer Theaterpremiere um 19:30 Uhr fuhr. Pünktlich um 19:28 Uhr saß Torsten fast gewaschen, ein wenig deodoriert und komplett umgezogen auf seinem Platz.

Für den Team-Staffellauf 2012 wünschen wir uns bessere Bedingungen. - Spaß hat es trotzdem gemacht.
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Lauf-Saisonstart 2011 - 31. Berliner Halbmarathon - Wedding 65 Runners wieder am Start
8/16/2011 9:20 PM
Lauf-Saisonstart 2011

Wedding 65 Runners wieder am Start

Wer hätte das gedacht! Am Samstagmorgen war es fast zu warm zum Laufen. 16° C plus. Vor ein paar Wochen noch waren wir 30 Grad weniger gewohnt. Im Humboldthain bricht die Krokuswiese in Blüte aus die Wedding 65 Runners schnüren wieder ihre Schuhe zum wöchentlichen Trainingslauf.

Hussein, Hassan, Samer, Remzi, Muzaffer waren gleich pünktlich am Start. Serdal, Cenk und Danjel wollen auch unbedingt wieder mitmachen. Weitere Namen stehen schon auf Samers Liste. In diesem Jahr fördert der DRK-Landesverband Berlin-Brandenburg die Wedding 65 Runners, die an den DRK-Jugendladen Wedding gebunden sind.

Samer hat als ausgebildeter Erzieher im DRK-Jugendladen die Gelder beantragt, damit die Teambekleidung von 2009 in diesem Jahr aktualisiert werden kann. Seit 2007 existiert das Laufprojekt. Es ist also die 5. Saison, in der die Wedding 65 Runners an den Start gehen.

Besonders die Laufschuhe sind wichtig. Die Abfederung durch die richtigen Langstreckenlaufschuhe nutzt sich bei regelmäßigem Training locker in einem Jahr ab. Doch vor allem für die Gelenke junger Menschen, die sich noch in der Entwicklung befinden, ist es wichtig, dass die Gelenke durch eine gute Abfederung geschont werden.

Morgen wird die Laufsaison in Berlin offiziell mit dem Berlin Halbmarathon eröffnet. Von der Karl-Marx-Allee einmal runter bis zum Charlottenburger Schloss und dann über den Kurfürstendamm, Tauentziehn- und Potsdamer Straße zurück. Es sollen 21° C werden. Definitiv sehr warm für den Saisonstart. Torsten hat sich trotzdem eine Zeit von 1:30 vorgenommen.

Zum Lauftraining treffen sich die Wedding 65 Runners nun wieder jeden Samstag um 10:00 Uhr am Eingang Wiesenstraße zum Humboldthain.

Gäste zum Mitlaufen sind jederzeit willkommen!

Torsten Flüh
Tag:
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1. Life Run 2010 - 7. Müggelseeschwimmen 2010 - 33. Generalprobe 2010 - 7. Stienitzsee Open - Duschen, schwimmen, laufen
4/2/2011 9:18 PM
1. Life Run – 17. Internationales Müggelseeschwimmen – 33. Generalprobe – 7. Stienitzsee Open

Duschen, schwimmen, laufen
Spass bei einer verkehrten Laufsaison

Muzaffer war zur Hochzeit seines Bruders in der Türkei. Torsten hatte andere wichtige Termine wahrzunehmen. Und außerdem ist noch Ramadan. So begann die richtige Laufsaison in diesem Jahr für Torsten erst am 14. August mit dem 1. Life Run zugunsten der Berliner AIDSHilfe. Und der fiel total ins Wasser.

Ralf Ehrlicher, der Initiator und Race-Director, hatte das volle Programm aufgeboten. Zeitmessung mit Davengo, Läuferfotos von Action Foto, tolle Laufstrecke im Volkspark Friedrichshain mit Streckenführung am Märchenbrunnen vorbei, Äpfel, Bananen und Wasser vom Café Schönbrunn, Grußwort vom Regierenden Bürgermeister und sogar eine Siegerehrung mit Klaus Wowereit. Alles hochprofessionell.

Life Run 2010 - Torsten hinter 1026 und 1027 auf der Zielgeraden.

Dann öffneten sich die Schleusen des Himmels und es war auf 10km duschen und Schlammschlacht angesagt. Das hatte ich wirklich bisher bei keinem Lauf erlebt. Natürlich sind alle Läuferinnen und Läufer gestartet und auch – irgendwie – im Ziel eingetroffen. Den Inneren Schweinehund haben alle besiegt, was unter solchen Bedingungen der größte Sieg ist. Darum ging es tatsächlich bei diesem Lauf, wie Ehrlicher als HIV-Positiver immer wieder betonte. Für den 2. Life Run freuen wir uns im nächsten Jahr auf besseres Wetter.
 
Den 4. AirportRun in Schönefeld am 21. August habe ich in diesem Jahr ausfallen lassen, weil ich am 22. beim 17. Internationalen Müggelseeschwimmen 3,5 km von Friedrichshagen zum Müggelsee-Schwimmbad in Rahnsdorf geschwommen bin. Das Müggelseeschwimmen ist seit letztem Jahr mein Schwimmhöhepunkt des Jahres. Schwimmveranstaltungen sind deutlich kleiner und gibt es entschieden weniger häufig für Breitensportler als Laufveranstaltungen.

Einmal im Jahr will ich nun wissen, wie es um meine Schwimmkondition steht. Als Brustschwimmer bin ich natürlich von vorneherein langsamer als die Freistilschwimmer oder Krauler. Ich mag die Streckbewegung beim Schwimmen lieber als die Schlagbewegung. Außerdem komme ich dann mit der Atmung besser zurecht. Ich war, glaube ich, immer schon ein Brustschwimmer.
17. Internationales Müggelseeschwimmen - Individuelle Zeitmessung auch beim Schwimm

Müggelseeschwimmen ist wirklich super. Schon vor 100 Jahren sind Berliner Sportler über den Müggelsee geschwommen. Die Schwimmstrecke wird für den Schiff- und Bootsverkehr gesperrt. Sie wird durch Rettungsschwimmerinnen auf Surfbrettern und Rettungsboote abgesichert. Vor mir hatte ein Schwimmer irgendwann auf halber Strecke Probleme und hatte wohl nur den Arm gehoben. Schon waren Rettungsboot und Rettungsschwimmerin zur Stelle. Das gibt Vertrauen.

Seltsamer Weise herrscht auf dem Müggelsee immer eine starke Brise, so dass es einen leichten Wellengang gibt. Glücklicherweise mussten wir aber nicht gegen die Wellen schwimmen. Das Wasser war am 22. August schön warm und grün. Es ist wirklich immer wieder ein tolles Erlebnis. Kann eigentlich jeder mitmachen.

Am 22. August war der Himmel wieder verhext. Um 7:00 Uhr schien die Sonne im Wedding, um 9:00 Uhr begann es, pünktlich zum Start für den Halbmarathon in Steglitz zu regnen. Und es hörte nicht wieder auf. Der 2. Berliner Stadtlauf führte von der Schlossstraße in Steglitz Richtung Grunewald und durch Dahlem. Tolle Strecke. Trocken wäre es noch schöner geworden.

Der Berliner Stadtlauf hieß früher Generalprobe (für den Marathon) und wurde vom SCC veranstaltet. Da der SCC die großen Berliner Läufe - Halbmarathon, City Night, Generalprobe und Marathon - veranstaltet, bekommt er die großen Sponsoren. Das alkoholfreie und "supergesunde" Weißbier von Erdinger floss denn auch wieder in Strömen. Das Funktions-T-Shirt war diesmal allerdings sehr von Sponsoren zugekleistert. Irgendwann gibt es auch Grenzen mit den schönen Logos.

Gestern nun stand mein persönliches Natur-Highlight der Laufsaison wieder auf dem Programm: 21 km Cross um den Stienitzsee herum. Ich liebe dieses Laufereignis. Es ist ein kleines, von sehr viel Enthusiasmus der Menschen am Stienitzsee getragenes Ereignis. Diesmal war es meine 5. Teilnahme beim 7. Stienitzsee Open.

Es ist ein fast familiäres Ereignis. Die Hennickendorfer Frauen backen prima Zwetschgenkuchen. Das Wildschwein vom Grill ist jedes Jahr wieder nur auf Vorbestellung zu erhalten und eine der Hauptattraktionen. Die DLRG rückt mit einer Gulaschkanone voller Kartoffelsuppe und Pasta an. Und einige Gesichter der Läufer kennt man noch aus dem Vorjahr.

Offenbar hatte das Stienitzsee Open in diesem Jahr unter dem „prima“ Wetter zu leiden. Im letzten Jahr war es schon nass und kalt gewesen. Einige Läufer sind nicht gekommen und gestartet, obwohl sie angemeldet waren.

Gestern Morgen um 7:45 Uhr, als ich im Wedding losfuhr, hatte ich mir vorsichtshalber zwei Jacken angezogen. Der Himmel war reichlich verhangen. Eigentlich hatte ich so gar keine Lust, schon wieder im Regen zu laufen. Beim Umsteigen am Ostkreuz dachte man schon an die Winterbekleidung. Doch wenn man nun schon einmal aufgestanden und unterwegs ist, dann macht es auch keinen Sinn, wieder zurückzufahren.


Kurz: das Wetter überraschte mit dem allerschönsten Sonnenschein zur Mittagszeit. Im Hennickendorfer Lustgarten spielten die Leute Beach-Volleyball wie im Hochsommer und Läufer, die am Sonntag zuvor auch durch den Regen gelaufen waren, schauten zu. Die Strecke um den Stienitzsee war in diesem Jahr wieder mit viel Landschafts-Kunst verschönert. Man konnte auf einem Regenbogen, durch Bretter- und Klanginstallationen ebenso wie durch ein Spiegelkabinett im Wald laufen.

Jedes Jahr gibt es mehr Kunstinstallationen auf der Strecke, so dass es fast schon vom Laufen ablenkt. Die Inszenierung einer mit weißem Pulver vernebelten Senke führte dann bei mir prompt zu einem Sturz über eine Baumwurzel auf dem Weg. Bin natürlich gleich wieder hoch und weiter. Zu schön darf der ohnehin schon schöne Wald am Stienitzsee auch nicht werden.

Ohnehin sind die Trommler im Kleingartengebiet, der Jazzmusiker in einem der Meisterhäuser und die Klanginstallation am Gut Tasdorf allein deshalb schön, weil sie jedes Jahr wieder anders sind und doch bekannt. Die Cheerleader am Abhang habe ich diesmal wie alte Bekannte, pardon, junge Frauen begrüßt und ihnen zugerufen: Ich freu mich so auf Euch. - Es geht dann nämlich immer nach gut 16 gelaufenen Kilometern steil den Abhang hoch. Die reine Kopfsache.

Und jetzt? Jetzt konzentriere ich mich auf den Marathon am 26. September. Bestzeiten bin ich unter diesen Witterungsbedingungen in diesem Jahr noch nicht gelaufen. Deshalb hoffe ich natürlich mit den Marathonis aus aller Welt, dass am letzten Sonntag im September das Wetter in Berlin stimmt. Wir wollen Weltmeister-Wetter.

Lauf- und Schwimmempfehlungen 2011 für den August/September

2. Life Run
13. August 2011 (wahrscheinlich)

18. Internationales Müggelseeschwimmen
21. August 2011

34. Generalprobe – 3. Berliner Stadtlauf
28. August 2011

8. Stienitzsee Open
3. September 2011 
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5. Lichtenauer Wasserlauf 2010
4/2/2011 9:18 PM
5. Lichtenauer Wasserlauf 2010

Muzaffer läuft unter Extrembedingungen

Am Sonntagmorgen schnurrt um 8:56 Uhr Torstens Mobiltelefon. Eine SMS: Ich bin unterwegs für Wedding 65 Runners. … Von: Muzaffer Türk.
 
Torsten simst zurück: Ich habe lange überlegt. Es ist zu heiß. Deshalb laufe ich nicht. Pass auf Dich auf. Gestern war mir schon um 10:00 Uhr zu heiß. Viel Glück.

Um 11:00 Uhr 10km bei 32° C Celsius an der Spree ohne Schatten zu laufen, ist mörderisch. Extremsport. Muzaffer entwickelt sich zum Extremsportler und leider sind wir schon wieder nicht zusammen gelaufen. Wir schaffen das aber noch in diesem Jahr.

Muzaffer hatte sich eine Zeit vom 45min. als Ziel für die 10km vorgenommen. Aber die sind gar nicht so einfach zu schaffen. Und schon gar nicht wenn die Sonne vom Himmel auf das Bettina-von-Arnim-Ufer knallt. Schließlich wurden es 50:48 min., was auch wirklich nicht schlecht ist. Beim Human Race im Oktober bei gänzlich anderen Bedingungen war Muzaffer 49:21 gelaufen.

Immerhin wurde Muzaffer wie alle LäuferInnen im Ziel wieder von den Cheerleadern begrüßt. Und trotz der enormen Anstrengungen, die der Lauf bei den Temperaturen bedeutete, sieht Muzaffer im Ziel wieder sehr glücklich aus. Da wird man dann doch neidisch und zweifelt, ob es richtig war, dass man nicht gelaufen ist.

Von ca. 500 Läufern auf der 10km wurde Muzaffer 140ster. Und Muzaffer ist diesmal nicht nur für Wedding 65 Runners gelaufen, sondern auch für Deutschland, Özil sei Dank. Es ist derzeit übrigens sehr interessant, was ein Özil erreicht, obwohl die Wedding 65 Runners schon länger laufen.

Klar morgen gucken wir alle Özil, Boateng, Khedira, Cacau und Klose etc. auch. Müller muss leider einmal pausieren. Aber wenn die deutsche Mannschaft morgen wieder gewinnt, was durchaus wahrscheinlich ist, dann bebt der Wedding.
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11. Berliner Team-Staffellauf 2010 - Wedding 65 Runners in neuer Formation beim Team-Staffellauf
4/2/2011 9:17 PM
11. Berliner Team-Staffellauf 2010

Wedding 65 Runners in neuer Formation beim Team-Staffellauf
Wedding 65 Runners laufen für DRK Landesverband Berlin.

Wie im Vorjahr wollten die Wedding 65 Runners unbedingt beim Berliner Team-Staffellauf teilnehmen. Aber der Winter war lang. Verletzungen plagten die Läufer. Das Team Wedding 65 Runners 1 vom Vorjahr war nicht zusammen zu bekommen.

Und überhaupt war der Team-Staffellauf - 4.200 Staffeln - schon am 22. März ausverkauft.

Doch dann hatten wir Glück. Der
DRK-Landesverband Berlin konnte uns kurzfristig einen Startplatz anbieten. Große Aufregung. Schnell war ein Team zusammen. Danjel, Torsten, Hassan, Remzi, Cenk fanden sich zusammen, um die Ehre des DRK-Jugendladens Wedding zu verteidigen.

Hussein war in diesem Jahr verletzungsbedingt als Team-Fotograf dabei. Ihm verdanken wir die Fotos! Samer, Ahmed, Reza und Afsar kamen zur Unterstützung mit. Und dann fiel im letzten Moment Danjel aus. Unser Startläufer. Katastrophe! Glücklicherweise konnte Ahmed seinen kleinen Bruder Zakaria motivieren. Der Start war gerettet.

Im Tiergarten am Kanzleramt hatten wir uns mit zwei weiteren Teams des DRK-Landesverbandes verabredet. Der Organisator, Herr Ebbing, hatte schon dringend auf uns gewartet. Es gibt eben einfach Dinge, die in letzter Minute eine pragmatische Lösung finden müssen.


Die super netten Team-Kollegen vom DRK hatten alles perfekt vorbereitet. DRK-Sonnenschirme aufgespannt, Tische und Bänke für das Picknickpaket vom Veranstalter aufgestellt. Eine Kühltruhe mit Wasser hatten sie auch noch dabei und Liegen zum Ausruhen. Totaler Luxus.


Und dann die Aufregung vor dem Start. Schließlich waren wir sozusagen in letzter Minute da. Zakaria, der die Strecke zum ersten Mal lief, bekam noch ein Briefing von Hassan und seinem großen Bruder Ahmed, dem just in der Woche zuvor ein 110kg schweres Bauteil bei der Arbeit auf den Fuß gefallen war. Glücklicherweise ist der Fuß noch dran.

Vor dem Start der ersten Läufer herrscht die größte Aufregung. Alle rennen durcheinander. Da hatten wir dann gar nicht so richtig Zeit, uns mit den anderen DRK-Läuferinnen und Läufern anzufreunden. Immerhin haben wir es noch gerade zu einem großen Gruppenfoto geschafft: DRK LV Berlin 1, 2 und 3 mit den Startnummern M603, M604 und M605. M steht nicht für Männer, sondern für Mittwoch. Letztes Jahr hatten wir F-Startnummern für Freitag - und nicht für Frauen.


Wenn ich das richtig überblicke, hatten wir eine reine Frauenstaffel, eine gemischte Staffel und eine Männerstaffel. Find ich gut. Und altersmäßig waren wir auch gut von 15 bis, ich sag mal, 45 gemischt. Ein Freund aus Portland an der Westküste Amerikas schrieb gleich zum Foto zurück: Looks like a diverse and very nice group of people.

Und dann ging es auf die Laufstrecke. Im letzten Jahr hatten wir die große blaue Fahne von Muzaffer, der gerade total viel arbeiten muss. Damit konnten wir den nächsten Läufer an der Übergabesperre finden. Diesmal haben wir uns einen DRK-Schirm ausgeborgt. Der war weithin gut zu sehen. Konnte man sofort sehen, wenn man in den Übergabebereich einlief. Hoffe, dass das für die anderen DRK-Teams auch eine Hilfe war. Ich persönlich war nämlich am Übergabegitter so darauf konzentriert, meinen Vorläufer ins Ziel kommen zu sehen, dass ich mich gar nicht umgeguckt habe.

Die Übergabe des Staffelstabes ist immer der aufregendste Moment. Du stehst da vorn am Gitter: Wartest. Wartest. Hälst den Schirm hoch, der Arm wird schon ganz steif: Warum kommt Remzi denn noch nicht? Mein Gott, hoffentlich ist der nicht umgekippt auf der Strecke. Steht Hassan denn schon hinter dir bereit, damit du ihm dem Schirm geben kannst? Es geht um Sekunden.

Und dann ist Remzi da, du reißt ihm das Staffelholz aus der Hand, drückst ihm den Schirm in die Hand und rennst einfach los. Wenn da jemand ungünstig im Weg steht, kann er leicht umgerannt werden.


Es war zu heiß. Und dann wurde auf der Wiese vor dem Schloss Bellevue, das seit dem Abgang von Horst Köhler verwaist ist, auch noch gegrillt. Schwüle Hitze, Grillqualm und Staub. Na, super. Suboptimale Laufbedingungen. Letztes Jahr gab’s den Wolkenbruch vorher und dann war es kühl. Also bei Kilometer 4 hab ich diesmal schon meine Brust gemerkt. Konnte aber auf den letzten Metern noch ein paar gegnerische Läufer überholen.


Irgendwann im Lauf packt einen der Ehrgeiz. Dann sucht man sich die Läufer aus, mit denen man mithalten will. Dagegen kann man sich gar nicht wehren. Nur der Grillqualm war irgendwie besonders heftig. Auf den letzten Metern stehen die Läufer der großen Firmen mit eigenen VIP-Zelten: LBB, RBB, Bayer Schering, BMW etc. Die sind natürlich besonders laut und haben Wasserpistolen zur Kühlung ihrer Läufer dabei. Wenn dann eine oder einer aus ihren Teams vorbeikommt, wird er bejubelt und bespritzt.


Der Berliner Wasserbetriebe Team-Staffellauf ist einfach ein großes Happening. Stimmung pur. Und die Erschöpfung nach dem Lauf ist eine gute Belohnung. Jede Läuferin und jeder Läufer ist sowieso Sieger.

Im Vergleich zum letzten Jahr ist
Wedding 65 Runners leicht zurück gefallen. Hussein fehlte uns. 2:03:50 ist nicht schlecht für 25km. Aber im letzten Jahr hatten wir 1:50:17. Diesmal erreichten wir Platz 279 von 1.400 Staffeln. Trotzdem: Jungs, das muss besser werden!

Jede und jeder in den Teams hat natürlich sein/ihr Bestes gegeben und das zählt vor allem.

Cenk war mit gestoppten 19:03 Minuten auf 5km der Schnellste in unserem Team. Das ist  schon ziiiiiiiiiiemlich gut. Reza will nun im nächsten Jahr auch mitlaufen.


Am 21. November gibt es schon die 18. Berliner Marathon Staffel, bei der 5 Läufer sich die Marathondistanz über 42,195 km auf Strecken zwischen 5 und 12,195 km aufteilen. Das ist mein Traum, dass wir dafür ein Team in diesem Jahr finden. Vielleicht zusammen mit dem DRK-Landesverband? Wie wär’s, Herr Ebbing?


In diesem Jahr sind die
Wedding 65 Runners noch ohne ausreichende Finanzierung. Wir brauchen neue Laufschuhe, damit unsere Füße und Knie nicht kaputt gehen, Startgelder, Teambekleidung, damit wir uns auch wiedererkennen, usw. Sponsoren bitte melden.

Herrn Ebbing und dem Betriebsrat des DRK-Landesverbandes sind wir total dankbar für den Startplatz, und dass wir als DRK LV Berlin 3 mitlaufen durften. Sehr gefreut habe ich mich darüber, dass wir uns im nächsten Jahr wieder treffen wollen. Dabei haben wir nicht einmal die Tische und Bänke mit aufgebaut und auch nicht bei beim Abbauen geholfen. Das wird anders nächstes Mal, echt.

Wedding 65 Runners
Lauftreff im Humboldthain ist jeden Samstag um 10:00 Uhr vor dem Eingang Wiesenstraße!

Torsten Flüh
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30. Berliner Halbmarathon 2010 - Muzaffers Bestzeit
6/11/2010 4:02 PM
30. Berliner Halbmarathon 2010

Muzaffer läuft für Wedding 65 Runners Bestzeit

Gern wäre Muzaffer mit Torsten zusammen seinen ersten Halbmarathon gelaufen. Doch diesmal konnte Torsten wegen einer Nagelbettentzündung nicht an den Start gehen. Auch das kann vorkommen. Umso mehr freuten sich Aize und Torsten mit Muzaffer über einen riesigen Erfolg beim 30. Berliner Halbmarathon.

Das Berliner Wetter schwankt im Moment zwischen sonnigen Frühlingstagen und Nieselregen. Heute Vormittag waren es nasskalte 8 Grad, was immerhin besser ist als 8 Grad unter Null, die wir in diesem Jahr reichlich hatten. Für Muzaffer war Alles das erste Mal, weshalb er schon um 7:59 Uhr eine SMS schickte: … Ich habe Lampenfieber!

Wen die Lauffreude so richtig packt, der kommt nicht mehr los davon. Vor einem Jahr hätte sich Muzaffer das noch nicht vorstellen können. Am 18. April 2009 kam Muzaffer zum ersten Lauftraining der Wedding 65 Runners. Am 16. Mai trainierten wir im Frühlingsregen und am 12. Juni nahm Muzaffer zum ersten Mal bei der Team Staffel an einem Lauf über 5 Kilometer teil. Nun also die ersten offiziellen 21,0975 Kilometer.

Am 30. Berliner Halbmarathon nahmen 19.670 Läufer und Läuferinnen teil. Hinzu kamen noch die Inline Skater und die Rollstuhlfahrer. Vorne weg liefen der Äthiopier Esehtu Wonidmu (60:17), der Kenianer Peter Kirui (60:17) und der Äthiopier Maregu Zewdie (60:24). Die Schützlinge des Äthiopiers Haile Gebreselassi tragen zur Zeit mit den Kenianern regelmäßig über die Langstrecke ihre eigenen Wettkämpfe aus. Sie sind eine Klasse für sich.

Bei den Frauen gewannen dagegen zwei Kenianerinnen Pasalia Kipkoech (69:43) und Eunice Kales (69:53) vor Sabrina Mockenhaupt (69:57). Martin Beckmann mit der Läufernummer 15 konnte immerhin mit dem Kenianer Hillary Yego Nummer 41 mithalten. Schließlich kam Beckmann mit 1:03:56 auf dem 19. Platz nur knapp hinter Yego auf dem 18. und 1:03:56 ins Ziel. Er gehört derzeit mit zu den besten deutschen Marathon- und Halbmarathonläufern.

Ganz so schnell wie die Elite-Läufer konnte und wollte Muzaffer natürlich nicht laufen. Aber der Startblock B für die Läufer um die 1:30 sollte es dann doch schon sein. Am liebsten wäre er sogar im A-Block gelaufen, um sich doch ein wenig fordern zu lassen. Auf keinen Fall wollte Muzaffer in den E-Block, wo eigentlich die Läufer starten, die das erste Mal an einem Halbmarathon teilnehmen.

Zum Startschuss am Deutschen Historischen Museum regnete es. An der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche brach die Sonne hervor und malte für ein paar Minuten den schönsten blauen Himmel. Obwohl wir uns für ein Foto sozusagen verabredet hatten, bekam ich Muzaffer während des Laufs nicht vor die Linse. Irgendwie muss ich immer zu früh oder zu spät gewesen sein. Es ist aber auch mehr Zufall, dass man einen Freund unter den laufenden Massen findet.

Allerdings machte ich mir schon ein paar Sorgen, als ich Muzaffer nun gar nicht während des Laufs gesehen hatte. Am Neptunbrunnen wartete Aize. Fast hatte ich gedacht, dass auch Muzaffer dort schon warten würde. Aber Muzaffer war erst einmal nicht zu sehen. Da ich ihn mittlerweile für einen erfahrenen und gut trainierten Läufer halte, konnte ich mir nicht vorstellen, dass ihm etwas zugestoßen sein sollte.

Eine nicht auskurierte Grippe kann trotz Paps-Test beim Halbmarathon tödlich sein. Trotz aller Tests und Warnungen kam es in diesem Jahr wieder zu einem Todesfall bei Kilometer 18. Das ist zwar äußerst unwahrscheinlich, aber es passiert doch immer wieder.

Jedenfalls kam Muzaffer dann um die Ecke und strahlte. 1:45:18! Eine Superzeit! Soweit wir das im Moment überblicken können, ist Muzaffer damit der schnellste Türke von Berlin. Die Namensvettern Türk und Öztürk sind zwar schneller, aber beides Deutsche.

In diesem Jahr war auf der Rückseite der Medaille der Fernsehturm am Alex. Und mit Platz 4016 belegt Muzaffer einen im ersten Fünftel der Finisher. Ich freu mich schon auf den nächsten Lauf mit Muzaffer.
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Das 10 km Nike+ Human Race
3/28/2010 6:25 PM
Das 10 km Nike+ Human Race

Global gewertet, in Berlin gelaufen
- und eine Botschaft an Thilo Sarrazin


Cenk, Muzaffer, Remzi und Torsten liefen am 24. Oktober 2009 in Berlin das 10 km Nike+ Human Race. Es war ein Fest. Alle 4 Läufer der Wedding 65 Runners liefen persönliche Best- und Traumzeiten!



Torsten, wie schnell muss ich denn nun laufen? Wie lange brauche ich? Cenk fragte Torsten vor seinem ersten 10-km-Lauf Löcher in den Bauch. - Lauf Weltrekord! War die Antwort. - Und, wie viel ist Weltrekord? - Keine Ahnung, irgendetwas unter 30 Minuten. - Unter 30 Minuten? Das schaff ich nie. - Egal. Lauf los. Versuchen kannst Du’s ja.
 
 
Cenk beim Zieleinlauf in der weißen Hose.

So ungefähr verlief die Unterhaltung zwischen Torsten und Cenk vor dem Start. Um genau zu sein liegt der gültige Weltrekord über 10.000 m bei 26:17,53 und wird seit 2005 von Kenenisa Bekele aus Äthiopien gehalten. Haile Ghebreselassi, der aktuelle Weltrekordhalter im Marathon, lief mit 27:02 2002 einen Weltrekord. Nicholas Koeh-Kiprutto lief auf unserer Strecke 28:42. Also ehrlich, gegen diese Zeiten kommen wir dann doch nicht an.
 
Aber Irina Mikitenkos Zeit von 34:56 rückte für Cenk schon fast in greifbare Nähe.

Diesmal hat Ayse fotografiert, nächstes Jahr will sie mitlaufen.
 
Unsere Zeiten sprechen für sich. Die Wedding 65 Runners sind auf dem besten Weg in die Elite-Liga. ;-)
 
Cenk lief mit 41:27 eine super Zeit. Und belegte den 217. Platz von 5.097 Läufern und Läuferinnen, die ins Ziel kamen. Torsten knackte endlich mit 44:38 die 45-Minuten-Marke und lief als 504. ins Ziel. Muzaffer und Remzi liefen ebenfalls die ersten offiziellen 10 km mit 49:21 und 51:42 und belegten damit Platz 1.170 und 1.662. Alles unter der Berliner Durchschnittszeit! Das war schon weit mehr als nur ein Spaßlauf.

Muzaffer ganz links beim Zieleinlauf.
 
Nike hatte uns versprochen, dass wir uns unter 800.000 Teilnehmern wiederfinden und uns mit ihnen vergleichen könnten. Das wollten wir nun auch wissen und uns zumindest unter den ersten 100.000 finden.
 
Und dann das: Cenk 1.612, Torsten 4.001, Muzaffer 11.283, Remzi 16.988! Der Sieger von Berlin Nicholas Koeh-Kiprutto sogar weltweit die Nummer 1. 
 
Mit 1.276.348 gelaufenen Kilometer nach der Nike-Messung sollten es allerdings rein rechnerisch 127.634 Teilnehmer gewesen sein, wenn jeder 10km gelaufen ist. - Ist doch klar.
 
Aber wir haben eine wichtiges Ergebnis für Berlin, Herr Sarrazin. Hallo, Herr Sarrazin, bitte 'mal herhören! Berlin ist schneller als "die" Chinesen. In der südchinesischen 10-Millionen-Metropole Guangzhou sind nur 9.861 gelaufen, prozentual weniger als in Berlin. Und in Taipei, der 3-Millionen-Hauptstadt Taiwans, sind 4.546 gelaufen. Vor allem aber, Herr Sarrazin, war Berlin mit einer Durchschnittszeit vom 55:43 fast 10 Minuten schneller als Taipei mit 1:05:20. Ja, war sogar gut 20 Minuten schneller als Guangzhou mit 1:16:13! Fazit: Wenn die von Ihnen geliebte Statistik, Herr Sarrazin, eine Aussagekraft hat, dann kann es um Berlin so schlecht nicht gestellt sein. Schaffen Sie die Durchschnittszeit von 55:43?    
 
 
Und überhaupt: Was bin ich stolz auf unsere Zeiten! Nach dem Lauf ist vor dem Lauf und am 15. November steigt nun die Marathon-Staffel mit 5 Wedding 65 Runners. Kein Problem, wo nun schon 6 von uns 10 und mehr Kilometer laufen.

Wir informieren weiter.
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